
Ob Banking-App, Broker-Plattform, Wealth-Management-Lösung oder Finanzportal: Moderne Finanzanwendungen funktionieren nur mit einer zuverlässigen Versorgung durch Finanzdaten. Nutzer:innen erwarten heute aktuelle Börsenkurse, transparente Produktinformationen, aussagekräftige Kennzahlen und eine jederzeit verfügbare Marktübersicht.
Hinter diesen Anwendungen steht jedoch eine komplexe Infrastruktur aus Marktdaten, Stammdaten, Finanzkennzahlen, APIs und Datenfeeds. Doch welche Finanzdaten benötigen Banken, Broker und Fintechs tatsächlich? Und worauf kommt es bei der Auswahl eines Finanzdaten-Anbieters an?
In diesem Artikel zeigen wir die wichtigsten Datenarten, typische Anwendungsfälle und die Rolle moderner Finanzdaten-Infrastrukturen.
Finanzdaten im Überblick

Kurz gesagt: Banken, Broker, Fintechs und Finanzportale benötigen unterschiedliche Kombinationen aus Marktdaten, Stammdaten, Kennzahlen und technischer Infrastruktur. Welche Daten benötigt werden, hängt vom jeweiligen Geschäftsmodell ab.
Warum Finanzdaten für Banken und Fintechs unverzichtbar sind
Digitale Finanzprodukte leben von aktuellen, vollständigen und zuverlässigen Informationen. Bereits kleine Datenlücken können dazu führen, dass:
- Kurse falsch dargestellt werden
- Finanzinstrumente nicht gefunden werden
- Kennzahlen fehlerhaft berechnet werden
- regulatorische Anforderungen nicht erfüllt werden
- Nutzer:innen das Vertrauen verlieren
Deshalb setzen professionelle Finanzunternehmen auf spezialisierte Finanzdaten-Anbieter, die Daten über APIs, Datenfeeds oder White-Label-Lösungen bereitstellen.
Welche Finanzdaten benötigen Banken, Broker und Fintechs?
Echtzeit-Marktdaten
Echtzeit-Marktdaten gehören zu den wichtigsten Datenquellen moderner Finanzplattformen. Dazu zählen:
- Aktienkurse
- ETF-Kurse
- Fondsdaten
- Indexstände
- Zertifikate
- Hebelprodukte
- Devisenkurse
- Rohstoffpreise
Echtzeitdaten ermöglichen aktuelle Marktentscheidungen und werden insbesondere von Brokern, Trading-Plattformen, Banken und Vermögensverwaltern eingesetzt. Typische Anwendungsfälle:
- Depotübersichten
- Trading-Anwendungen
- Watchlists
- Marktübersichten
- Kursalarme
- Mobile Apps
Stammdaten von Finanzinstrumenten
Stammdaten beschreiben die grundlegenden Eigenschaften eines Finanzinstruments. Dazu gehören:
- ISIN
- WKN
- Emittent
- Assetklasse
- Währung
- Börsenplätze
- Laufzeiten
- Produktstruktur
Ohne Stammdaten können Finanzinstrumente weder korrekt dargestellt noch verarbeitet werden.
Zertifikate-Stammdaten
Gerade im Bereich strukturierter Produkte spielen Zertifikate-Stammdaten eine zentrale Rolle. Sie enthalten Informationen zu:
- Basiswerten
- Barrieren
- Caps
- Laufzeiten
- Emittenten
- Produkttypen
- Rückzahlungsprofilen
Banken, Broker und Finanzportale nutzen diese Daten zur Suche, Darstellung und Analyse von Zertifikaten und Hebelprodukten.
Finanzkennzahlen und Produktkennzahlen
Neben Kursen benötigen Finanzunternehmen Kennzahlen, um Wertpapiere vergleichen und bewerten zu können.
Aktien-Kennzahlen
- KGV
- Dividendenrendite
- Marktkapitalisierung
- EBITDA
- Umsatzwachstum
Zertifikate-Kennzahlen
- Hebel
- Delta
- Omega
- Aufgeld
- Seitwärtsrendite
- Abstand zur Barriere
Gerade Zertifikate-Kennzahlen helfen Anlegern dabei, Chancen und Risiken strukturierter Produkte besser einzuordnen.
Fundamentaldaten
Fundamentaldaten liefern Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens. Hierzu zählen:
- Umsatz
- Gewinn
- Cashflow
- Bilanzdaten
- Dividendenhistorie
- Analystenschätzungen
Sie werden häufig in Analyseplattformen, Research-Systemen und Wealth-Management-Lösungen eingesetzt.
Historische Kursdaten
Historische Börsendaten werden für Analysen und Auswertungen benötigt. Typische Anwendungsbereiche:
- Chartanalysen
- Backtesting
- Risikomodelle
- Performanceanalysen
- Quantitative Strategien
Viele Banken und Broker benötigen historische Datenbestände über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg.
Indikationen und außerbörsliche Kursstellungen
Indikationen liefern Marktinformationen außerhalb offizieller Handelszeiten. Sie werden eingesetzt für:
- Vorbörsliche Marktanalysen
- Außerbörsliche Preisindikationen
- Strukturierte Produkte
- Zertifikate
Gerade Finanzportale und Broker nutzen Indikationen, um Nutzer:innen auch außerhalb der Börsenzeiten mit aktuellen Marktinformationen zu versorgen.
Welche Rolle spielt die Market-Data-Infrastruktur?
Finanzdaten entstehen nicht direkt in einer Banking-App oder auf einem Finanzportal. Zwischen Börsen und Endanwender:innen liegt eine komplexe Market-Data-Infrastruktur. Der typische Datenfluss sieht folgendermaßen aus:
Börsen → Datenanbieter → API oder Datenfeed → Bank, Broker oder Fintech → Endnutzer:in
Zu den Datenquellen gehören beispielsweise:
- Deutsche Börse
- Xetra
- gettex
- Nasdaq
Finanzdaten-Anbieter übernehmen die Aggregation, Verarbeitung, Qualitätssicherung und Bereitstellung dieser Daten.
Dadurch können Banken, Broker und Fintechs Finanzdaten effizient integrieren, ohne selbst eine eigene Marktdaten-Infrastruktur aufbauen zu müssen.
Wie erhalten Banken und Fintechs Finanzdaten?
Finanzdaten–APIs
APIs ermöglichen die direkte Integration von:
- Echtzeit-Marktdaten
- Stammdaten
- Kennzahlen
- Historischen Kursdaten
in Websites, Apps und Plattformen.
Vorteile von Finanzdaten–APIs
- schnelle Integration
- hohe Flexibilität
- automatische Aktualisierung
- einfache Skalierung
Datenfeeds
Für Anwendungen mit hohem Datenvolumen kommen häufig Datenfeeds zum Einsatz. Sie werden genutzt von:
- Banken
- Börsen
- Finanzportalen
- institutionellen Plattformen
White-Label-Lösungen
Viele Unternehmen möchten keine eigene Finanzdaten-Infrastruktur aufbauen. White-Label-Lösungen ermöglichen die Integration fertiger Module wie:
- Kursseiten
- Marktübersichten
- Wertpapierprofile
- Zertifikate-Suchen
- Börsen-Widgets unter eigener Marke.
Welche Finanzdaten-Anbieter gibt es?
Unternehmen vergleichen häufig internationale und spezialisierte Anbieter. Zu den bekanntesten Finanzdaten-Anbietern gehören:
- Bloomberg
- Morningstar
- FactSet
- SIX Financial Information
- Infront
- ARIVA
Die Auswahl hängt von den benötigten Assetklassen, dem gewünschten Integrationsmodell, regulatorischen Anforderungen und dem Budget ab. Während internationale Anbieter häufig globale Datenplattformen bereitstellen, setzen viele Banken, Broker und Fintechs im deutschsprachigen Raum auf spezialisierte Anbieter für Finanzdaten–APIs, Zertifikate-Daten, White-Label-Lösungen und lokale Marktanforderungen.
Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl eines Finanzdaten-Anbieters achten?
Datenqualität
Die Daten müssen aktuell, vollständig und konsistent sein.
Abdeckung
Unterstützte Assetklassen sollten den Anforderungen der Anwendung entsprechen.
API-Verfügbarkeit
Moderne REST-APIs erleichtern die Integration erheblich.
Skalierbarkeit
Die Infrastruktur muss auch hohe Datenvolumina zuverlässig verarbeiten können.
Support
Persönliche Ansprechpartner:innen und technischer Support sind insbesondere bei komplexen Projekten entscheidend.
Erfahrung
Langjährige Erfahrung im Finanzmarkt reduziert Integrationsrisiken und erhöht die Datenqualität.
Finanzdaten als Basis moderner Finanzanwendungen
Banken, Broker, Fintechs und Finanzportale benötigen heute weit mehr als reine Börsenkurse. Erfolgreiche Finanzprodukte kombinieren Echtzeit-Marktdaten, Stammdaten, Kennzahlen, Fundamentaldaten und technische Infrastruktur zu einer leistungsfähigen Gesamtlösung.
Die Qualität dieser Daten entscheidet darüber, wie zuverlässig digitale Finanzanwendungen funktionieren und wie gut Nutzer:innen informiert werden. ARIVA unterstützt Banken, Broker, Fintechs und Finanzportale seit 1998 mit Echtzeit-Marktdaten, Finanzdaten–APIs, Zertifikate-Stammdaten, Zertifikate-Kennzahlen, historischen Börsendaten, Indikationen und White-Label-Lösungen für professionelle Finanzanwendungen.
FAQ
Welche Finanzdaten benötigen Banken?
Banken benötigen in der Regel Echtzeit-Marktdaten, Stammdaten, Kennzahlen, Fundamentaldaten und historische Börsendaten für ihre digitalen Anwendungen und Beratungsprozesse.
Welche Daten benötigen Broker?
Broker nutzen vor allem Echtzeitkurse, Handelsinformationen, Wertpapierstammdaten und Produktkennzahlen für Trading- und Depotanwendungen.
Welche Finanzdaten sind für Fintechs wichtig?
Fintechs benötigen häufig Echtzeit-Marktdaten, historische Kursdaten, Unternehmensdaten, Kennzahlen und flexible Finanzdaten–APIs.
Woher beziehen Banken ihre Finanzdaten?
Banken beziehen Finanzdaten von spezialisierten Finanzdaten-Anbietern, die Daten über APIs, Datenfeeds oder White-Label-Lösungen bereitstellen.
Was ist der Unterschied zwischen Marktdaten und Stammdaten?
Marktdaten beschreiben aktuelle Marktbewegungen wie Kurse oder Handelsvolumina. Stammdaten beschreiben die Eigenschaften eines Finanzinstruments, beispielsweise ISIN, Emittent oder Laufzeit.
Können Finanzdaten per API integriert werden?
Ja. Moderne Finanzdaten–APIs ermöglichen die Integration von Echtzeitkursen, historischen Börsendaten, Kennzahlen und Stammdaten in Websites, Apps und Finanzplattformen.
Diese Blog-Artikel könnten dich auch interessieren?
Was sind Finanzdaten-Feeds? Hier entlang!
Was ist eine Finanzdaten–API? Hier entlang!
Was sind Zertifikate-Stammdaten? Hier entlang!
Was sind Zertifikate-Kennzahlen? Hier entlang!
Was ist eine Market-Data-Infrastruktur? Hier entlang!
Was sind Indikationen? Hier entlang!
Wer sind die besten Anbieter von Finanzdaten in der DACH-Region? Hier entlang!
Wie integriert man Kursdaten? Hier entlang!
Was sind Echtzeit-Kursdaten? Hier entlang!





