"Ende der Laufzeit von Optionen. Der Tag, an dem das im Optionskontrakt definierte Recht, eine Aktie zum Basispreis zu kaufen bzw. zu verkaufen, erlischt. Nach Ablauf des Verfallstermins werden Optionsrechte wertlos. Große Bedeutung für den deutschen Aktienmarkt hat der dreifache Verfallstermin an der Terminbörse Eurex, umgangssprachlich auch Hexensabbat genannt. Viermal jährlich, jeweils am dritten Freitag...
"Verkauf von Wertpapieren, Waren oder Devisen, die der Verkäufer noch nicht besitzt. Bei einem Verkauf à découvert spekuliert der Verkäufer darauf, dass er die zu liefernden Wertpapiere bzw. Waren zum Erfüllungszeitpunkt unter seinem Verkaufspreis erwerben kann. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufskurs verbleibt ihm als Gewinn bzw. Verlust. In Deutschland müssen Börsengeschäfte innerhalb weniger Tage...
"Sonderform der Namensaktie: Eine vinkulierte Namensaktie kann nur mit Zustimmung der Aktiengesellschaft an einen neuen Eigentümer übertragen werden."
"Maß für die Intensität der Schwankungen eines Wertpapierkurses, eines Index oder der Rendite eines Anlageobjekts um den eigenen Mittelwert. Die Volatilität ist eine Risikokennzahl und wird in Prozent ausgedrückt (mathematisch Standardabweichung). Je höher die Volatilität, desto höher ist die Abweichung beispielsweise des Aktienkurses von seinem Mittelwert. Während sich die historische Volatilität auf die Schwankungsstärke in...
"Es gibt zwei Arten von Volatilität: historische und implizite Volatilität. Die historische Volatilität zeigt die Kursschwankungen der Vergangenheit, während die implizite Volatilität die erwarteten Kursschwankungen in der Zukunft angibt. Für die Bewertung von Warrants ist ausschließlich die implizite Volatilität von Bedeutung, obwohl Erwartungen oft von der historischen Volatilität beeinflusst werden. Je höher die Volatilität, desto...
"Volksaktien werden häufig im Zuge einer Teilprivatisierung staatseigener Unternehmen an Kleinanleger ausgegeben. Obwohl Volksaktien keine eigene Aktiengattung sind, entstand der Begriff aus der Privatisierungspolitik der 1950er Jahre unter Ludwig Erhard. Das Ziel war, Bürger und Arbeitnehmer an Unternehmen zu beteiligen und die Aktionärsquote zu erhöhen. Volksaktien wurden bevorzugt an Kleinanleger verkauft, oft zu günstigen Konditionen....
"Vorzugsaktien sind eine Aktiengattung ohne Stimmrecht, bieten aber in der Regel Vorrechte bei der Gewinnverteilung und Abwicklung einer Aktiengesellschaft. Eine AG kann neben Stammaktien auch Vorzugsaktien emittieren, wobei deren Anteil am Grundkapital nicht höher sein darf als der der Stammaktien. Vorzugsaktien werden separat an der Börse gehandelt und durch die Ziffer nach dem Börsenkürzel gekennzeichnet....
"Ein Wachstumsmarkt zeichnet sich durch ein überdurchschnittliches Ertrags- und Wachstumspotenzial aus. Diese Märkte können ganze Volkswirtschaften (z.B. Emerging Markets) oder einzelne Branchen (z.B. Telekommunikation, Technologie) umfassen. Sie bieten überdurchschnittliche Wachstumsraten und -aussichten. Unternehmen, die in diesen Märkten tätig sind, bieten Wachstumsaktien (Growth-Aktien) an, die sowohl große Chancen als auch entsprechende Risiken und höhere Volatilität mit...
"Währungsanleihen sind Anleihen, bei denen die Geldbeträge in einer anderen Währung als dem Euro notieren. Diese Anleihen werden sowohl von europäischen Emittenten im Ausland als auch von ausländischen Emittenten in Europa herausgegeben. Im Vergleich zu eurobasierten Anleihen beinhalten Währungsanleihen ein zusätzliches Wechselkursrisiko."
"Wandelanleihen sind Unternehmensanleihen, die innerhalb einer bestimmten Frist gegen Stammaktien des Unternehmens getauscht werden können. Sie beinhalten ein Wandlungsrecht, das es den Inhabern ermöglicht, die Anleihe zu einem festgelegten Preis in Aktien umzuwandeln. Alternativ können die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, wobei jährliche Zinszahlungen erfolgen und die Rückzahlung am Ende der Laufzeit garantiert ist....