Eine gute API muss Veränderung aushalten
Eine gute API muss Veränderung aushalten

APIs müssen Veränderungen aushalten: Finanzdatenanwendungen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Neue Instrumente, veränderte Datenquellen und zusätzliche Funktionen stellen deshalb nicht nur Anforderungen an einzelne Anwendungen, sondern vor allem an die zugrunde liegende Infrastruktur. Für Banken, Broker, Börsen und FinTechs wird die Anpassungsfähigkeit ihrer Systeme damit zu einem entscheidenden Qualitätsmerkmal.

Veränderung ist der Normalfall

„Eine Finanzdatenanwendung ist nie fertig“, sagt Sebastian Wrosseck. Der Grund liegt in der Dynamik des Finanzmarktes: Neue Instrumente kommen hinzu, bestehende Produkte laufen aus, Datenlieferungen verändern sich und Kund:innen benötigen weitere Funktionen. Diese Entwicklungen müssen in den laufenden Betrieb integriert werden, ohne bestehende Verarbeitungsprozesse aus dem Takt zu bringen.

Gute Softwareentwicklung zeigt sich deshalb nicht allein beim Start einer Anwendung. Entscheidend ist, wie zuverlässig sie mit Veränderungen umgehen kann. Datenmodelle müssen erweiterbar bleiben, Schnittstellen neue Anforderungen aufnehmen und Aktualisierungen kontrolliert in bestehende Abläufe eingebunden werden können. Gleichzeitig gilt es, große Datenmengen stabil zu verarbeiten und für nachgelagerte Systeme bereitzustellen.

Gerade bei Finanzdaten ist diese Fähigkeit von besonderer Bedeutung. Börsenkurse, Stammdaten, Kennzahlen und weitere Informationen werden häufig von mehreren Anwendungen und Teams gleichzeitig genutzt. Eine Anpassung an einer Stelle kann sich daher auf zahlreiche Prozesse auswirken. Eine belastbare Infrastruktur muss solche Abhängigkeiten berücksichtigen und Veränderungen nachvollziehbar machen.

Datenqualität braucht nachvollziehbare Prozesse

Zur technischen Stabilität gehört auch die Frage, wie transparent sich Fehler untersuchen lassen. Wenn Daten nicht wie erwartet verarbeitet werden, müssen Fach- und Entwicklungsteams erkennen können, an welcher Stelle eine Abweichung entstanden ist. Nachvollziehbare Verarbeitungsschritte helfen dabei, Ursachen einzugrenzen und Auswirkungen auf angebundene Anwendungen zu bewerten.

Ebenso wichtig ist eine verlässliche Übergabe an andere Teams. Daten entfalten ihren Nutzen erst, wenn sie in einer konsistenten und verständlichen Form zur Verfügung stehen. Klar definierte Datenmodelle und stabile API-Schnittstellen erleichtern es digitalen Produktteams, neue Funktionen umzusetzen, ohne die Komplexität der Datenverarbeitung in jede einzelne Anwendung zu verlagern.

Das gilt insbesondere für Anwendungen, die Börsenkurse oder andere Finanzinformationen Realtime bereitstellen. Geschwindigkeit allein reicht dabei nicht aus. Die Informationen müssen zugleich zuverlässig verarbeitet, eindeutig zugeordnet und für die jeweiligen Nutzungsszenarien geeignet sein.

Komplexität dort beherrschen, wo sie entsteht

Als führender Anbieter von Finanzdaten in der DACH-Region entwickelt ARIVA Technologie für Unternehmen, die Finanzinformationen in reale digitale Angebote integrieren. Seit 1998 beschäftigt sich ARIVA mit der Frage, wie sich Daten zuverlässig beschaffen, verarbeiten und für unterschiedliche Anwendungen bereitstellen lassen.

Das Ziel einer leistungsfähigen Finanzdaten-Infrastruktur besteht darin, technische Komplexität im Hintergrund beherrschbar zu machen. Denn APIs müssen Veränderungen aushalten. So können die Anwendungen im Vordergrund übersichtlich bleiben und Nutzer:innen beim Umgang mit Finanzinformationen unterstützen. Für Entscheider:innen und digitale Produktverantwortliche bedeutet das: Bei der Bewertung einer Datenlösung sollten nicht nur Funktionsumfang und aktuelle Leistungsfähigkeit zählen. Ebenso wichtig ist, ob die Infrastruktur kommende Veränderungen dauerhaft tragen kann.

Vertiefende Informationen zur Einbindung strukturierter Finanzinformationen bietet dieser ARIVA-Beitrag.
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